DieHerr-ſchafft
desMen-ſchen.
20 Schauplatz der Natrr.
ſere Vorrechte erſt recht erkennen, und die-ſelbige gebrauchen lernen.
An dleſem Orte hindert mich ein phi-loſophiſcher Zweifel, weiter fortzufahren.Wenn der Menſch ein mittleres Weſen iſtzwiſchen GOtt und der coͤrperlichen Welt;wenn ihm befohlen iſt, GOtt diejenige Eh-re zu erwelſen, welche ein Geſchoͤpf ohneVernunft ihm nicht erzeigen kan; Wenner wegen ſeines Verſtandes und wegen ſei-ner Herrſchafft eine Aehnlichkeit mit GOtthat, hingegen aber wegen ſeines Leibes de-nen geringern Geſchoͤpfen nahe kommt; ſoerforderten ja die Regeln einer guten Ord-nung, daß man zu erſt die Natur der Gei-ſter und die Natur der Coͤrper uͤberhauptabhandelte, damit man aus der Beſchaf-fenheit dieſer Dinge deſto deutlicher einſe-hen koͤnte, was der Menſch eigentlich iſt,welcher ſie vereiniget.
Es iſt wahr, daß die Weltweiſen einegenaue Ordnung bey den Titeln der Ma-terien beobachten, womit ſie ſich beſchaͤfti-gen. Alſo wird ein beſonderes Buch vonder denkenden Subſtanz handeln; Ein an-deres wird uns leheen, worinn das We-ſen eines Coͤrpers beſtehe; das dritte wirddie Verbindung des denckenden und descoͤrperlichen Weſens erklaͤren. O! wieleicht iſt es, vielerley Sachen in einer ſchoͤ-nen Ordnung zu verſprechen! ee
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