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Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Dritte Unterredung. 27

nes Hertzens. Die praͤchtige Farben, da-mit GOtt die Zuͤge deſſelbigen ausgeſchmuͤ-et hat, ſtellen die Beſchaffenheit ſeines Ge-müthes auf das genaueſte vor. Iſt es ru-g/ ſo bleiben ſie gleichfalls unveraͤndert:ird es in eine heimliche Bewegung geſe-det, ſo erſcheinet auch eine ploͤztiche Ab-wechslung an ihnen. Die unzaͤhllge Men-

ge kleiner Muskeln, welche die Wangen,

den Mund, ja das gantze Geſicht ausfuͤllen,ſind mit einer nicht geringern Anzahl ſubti-er Nerven⸗Faͤſergen durchflochten: Soofft ſich dieſelbe auf eine andere Weiſe ver-gehen, ſo offt geben ſie auch etwas neues zuderſtehen. Einige ziehen die Augen-rahmen empor, erweitern den Ausſchnitt,beinn das Auge liegt, und geben alſo einſaliges oder zoͤrniges Anſehen. Anderedaten die Augen⸗Brahmen ſo weit herab,man das Auge kaum mehr erblicket,and zeigen durch die Menge der Falten anſam untern Theile der Stirn, der Menſch15 in elne ſchwere Traurigkeit oder in eindeles Nachſinnen verſenket. Wieder an-e ſind dazu beſtimmet, daß ſie die ge-Roönliche Geſichts⸗Farbe in eine hefftlgeim ide, oder in ein gaͤnzliches Verblaſſen,ugenblicke verwandeln, und alſo

feine leis weiſe ſeine Freude, ſeine Sorgen,nen JWerachtung, ein Wohlgefallen, ſei-Verdruß, ſeine Furcht und ſeine 7

C 2 haff-

25err-ſchaftdesMen-ſchen.