34 Schauplatz der Natur.
DieHerr-ſchaft
des
Men-ſchen ·
Fortzeile, welchen ihm die aufgerichteteStellung ſeines ganzen Leibes verſchafft.Nichts iſt in der ganzen Natur ſo ſchoͤn, alsdas Angeſicht des Menſchen. Nirgend er“ſcheinet ſein Recht zu herrſchen in groͤſſeremGlantze, ob es gleich in ſeinem ubrigen gan-tzen Leibe eben ſo wuͤrcklich vorhanden iſt.
Seine Ge— Seine Stirne zeigt etwas majeſtaͤtiſches.ſichts Bil⸗Der ganze Umfang ſeines Geſichtes, und
dung.
alle darinne befindliche Zuͤge, ſind nach den
Regeln der angenehmſten UÜbereinſtim“
mung eingerichtet; Seine Augen⸗Brah-men und Augen⸗Lieder ſtellen zierliche Ge,woͤlbe vor, welche nicht nur die Reinlichkeitdes Auges vor dem Schweiſſe und Staubebeſchuͤzen, ſondern auch das Weiſſe dieſesAuges erhoͤhen, und ſeine Bewegungen, ſei-ne Lebhafftigkeit und die Sprache ſeinelBlike, deutlicher machen. Man dat
wohl ſagen, daß auf ſeinen Lippen Heerlich-keit und Anmuth wohne. Denn ihr bloſſesLaͤcheln erweket ſchon Vergnuͤgen, un
durch den Unterſcheid des Schalles, welchen
ſie hervorbringen, ertheilen ſie Befehle, dieſogleich vollzogen, oder in einer groſſen Entfernung, ja ſo gar auf jener Seite des WellMeeres, kund gemacht werden.
Doch derſenige, ſo zum befehlen beſtimmet iſt, hat nicht einmahl noͤthig allezeit;reden, wenn er ſeine Gedancken eroͤfue fwill. Sein Augeſicht iſt ein Spiegel 1