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Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Dritte Unterredung. 97

gereichet, die ſie bezwungen hat. Wie Dievermag ſie einen Marmor-Klumpen ſeine Serr-unfoͤrmliche Geſtalt zu benehmen, und aus Neffeihm eine edle Geſichts-Bildung, ein leich⸗ren-tes Gewand, eine zierliche Stellung her- ſchen.vorzubringen? Was ſie von ſich ſelbſtnicht thun konte, das thate ſie durch Huͤl-fe des Schlaͤgels und des Meiſſels. Wieunterſtunde ſie ſich, eine Glocke von vielenhundert Centnern biß auf einen hohenThurm zu bringen, oder die weitlaͤuffigeSaͤulen⸗Stellung am Louvre mit einemHaupt⸗Geſimſe von nicht mehr als zweyenSteinen zu decken; Sie nahm die Hebe-baͤume/ die Walzen, die Winden die Fla-ſchen⸗Zuͤge und allerley andere Maſchinenzu Huͤlfe, durch deren Beyſtand eine ſehrſchwache Krafft einen ſehr groſſen Wi-derſtand zu uͤberwaͤltigen vermag. Mitdergleichen Waffen ſieget die Hand desMenſchen uͤber alles, was ihm widerſtre-bet, und dieſe Art der Zauberey gereichetzu ſeinem Lobe, weil ſie ganz unfehlbarauch diejenige Materien ſeinem Willen un-terwirfft, deren aͤuſſerſte Haͤrte und Schweh-re ganz unbezwinglich ſcheinet. Der Ab-ſcheu der wilden Thiere, vor der Geſellſchafftdes Menſchen, dienet zwar dazu, daß die gan-ze Natur mit lebendigen Geſchoͤpfen ohnedeſſen Bemuͤhung angefuͤllet werde, er hin-dert aber die Hand des Menſchen keines-

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