Dritte Unterredung. 67
„%%//ͤͤͤ 8Klag⸗ Lieder anſtimmten, oder ſcharffeStraf⸗Gedichte verfertigten, wuſten ohneZweifel nicht, oder ſtellten ſich wenigſtens,als ob ſie nicht wuͤſten, daß alles geheiligetwird, was der Menſch genieſſet, wenn er esmit Daukſagung empfaͤnget, und mit Maͤſ-ſigung gebrauchet. Sehen ſie denn nichtein, daß ein ſo groſſer Vorrath nur des we-gen vorhanden iſt, und nur deswegen alleJahre verneuert wird, damit der Menſchvieles gebrauchen koͤnne? Oder ſind ſienicht im Grunde ihres eigenen Herzens,vhne Metaphyſick und ohne Streit, uͤberzeu-get, daß die Dankſagung des Menſchen ei-ne jede Sache zu einem Geſchenke desSchoͤpfers mache? Man nehme den Men-ſchen von der Erde weg: wozu ſoll ſie her-nach nutzen? und worinne ſoll hernach die2 4 8 Abſicht aller ihrer Theile beſte-en?Haben wir die Licht⸗ volle Lehren ange-hoͤret, welche uns die Schrifft ſowohl, alsdie Erfahrung, in dieſem Stuͤcke mittheilen,ſo koͤnnen wir aus ſelbigen ohne Gefahrweiter fort ſchlieſſen. Die Beſtimmungdes Menſchen, und die Groͤſſe ſeiner Macht,laͤſſet ſich auf eben ſolche Weiſe erkennen,als die beſondere Beſtimmung der Handoder des Auges. Das Vermoͤgen, ſo die-ſen Gliedmaſſen beywohnet, gewiſſe Wuͤr-kungen zu thun, 2 uns die Abſicht ih-— ves
DieHerr-ſchaft
desMen-
ſchen.