Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
Seite
68
JPEG-Download
 

*err-ſchaftdesMen-ſchen.

Der Ma-gen des

Menſchen.

68 Schauplatz der Natur.

res Schoͤpfers. Alſo zeiget uns auch dasVerhaͤltniß, welches ſich zwiſchen demVermoͤgen des ganzen Menſchen, und al-len um ihn befindlichen Dingen aͤuſſert, daßſeine Macht ſich uͤber alles erſtrecken ſolle.Solchergeſtalt befindet man, ſeine Handſey nicht allein gemacht ihn zu bedienen, ſon-dern auch alles, was auf Erden iſt, zu ge-brauchen, darum, weil nur ſie alleine ver-mag, alles in ihre Gewalt zu bringen undnuͤtzlich anzuwenden. Seine uͤbrige Glled-maſſen ſind melſtens eben alſo beſchaffen.Sie bedienen zwar den Menſchen: alleindie ganze Erde traͤgt das Ihrige dazu bey,daß ſie ihn bedienen koͤnnen; die ganze Erdeuͤberlaͤſſet ſich ihren Unternehmungen.

Man koͤnte auf die Gedanken gerathen,ſein Magen vermiſche ihn mit den uͤbrigenThieren, weil ſie ſaͤmtlich eben ſowohl miteinem Magen verſehen ſind, und eden ſo-wohl verdauen, als er. Aber obgleich derMenſch ſonſten genugſam von ihnen unter-ſchleden bleibt/ indem er um einer ganz an-dern Urſache, als um der Verdauung, wil-len auf die Erde geſezet worden; ſo dienetdoch auch ſein Magen zu einem Bewels-thume ſeiner Herrſchafft.

Der See⸗Rabe, die Tauch⸗En te, derNeiger, haben einen Magen, der geſchicktiſt, das Fleiſch der Fiſche zu ver dauen.Des wegen findet man ſie auch allezeit an dem

. Geſta-