Dritte Unterredung. 73
SVVVVSV0TCT0:a.nicht mehr, als nur ein einziges: Zum Bey-ſplele, es ſoll verbotten ſeyn, kuͤnfftig Fiſchezu ſpeiſen.
Dieſes waͤre alſo ein Probeſtuͤck derneuen Verbeſſerung, welches aber viel beſ-ſer gemeynet, als klug gerathen iſt. DieFiſche finden ihre Nahrung nicht in denſchnelleſten Stroͤmen. Sie leben meiſten-theils von den Zweyfaltern, die zu gewiſſerZeit in ihren Wohnplatz fallen, von denMuͤcken, die ſich nahe am Waſſer aufhal-ten, weil ſie ihre Eyer in ſelbiges legen; vondem Gewuͤrme und andern Ungeziefer, dasim Schlamme, am Geſtade, unter den hoh-len Baum⸗Wurzeln, unter den Steinen,in den Vertiefungen, bey den Kruͤmmun-gen der Fluͤſſe, in den Graͤben, und uͤber-haupt im ſtehenden oder ſtillen Waſſer,zum Nutzen der Fiſche, in ganz erſtaunlicherMenge wimmelk: denn an dergleichen Or-te begiebt ſich das im Waſſer lebende Un-geziefer, und daſelbſt wird es auch von denFiſchen aufgeſucht. Seit deme es abernicht mehr erlaubet iſt ſie zu fangen, habenſie ſich ſo gewaltig vermehrt, daß ſie ſich imſeichten Waſſer als ihrem gewoͤhnlichenAufenthalte weiter nicht bergen, vielweni-ger nähren koͤnnen. Indem nun dieſesWaſſer bey der Sonnen⸗Hitze ſehr abnimt,ſo bleiben die Fiſche hauffenweiſe auf demtrockenen liegen, und ihre Fruchtbarkeit
E 5 brin-
Diegerr-haft
desMenſchen.