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Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Dritte Unterredung. 93

ches ſie untereinander verſtehen, und wo⸗ Diedurch ſie, vermittelſt gewiſſer Abwechs⸗ Zerr-lungen, ihren Zorn, ihr Vergnuͤgen, ihre ſchafftFurcht oder den Genuß ihres Berlangens fen,ausdrucken. Allein dieſe Veraͤnderungen ſchen.ſhrer Stimme ſind eben ſo eingeſchraͤnket,

als ihre Geſchaͤffte und ihre Erkaͤnntniß.

Die Rede macht einen unendlichen Un-terſcheid zwiſchen einem Thiere und einemMenſchen. Es iſt nichts in der ganzenNatur, was die menſchliche Stimme,durch einen deutlichen Laut und durch einebeſondere Veraͤnderung des Schalles,nicht andeuten koͤnte. Der Menſch ſagt

ſeine Meynung von allen Dingen, darum,

weil alles in gewiſſer maſſe ſeinem Ur-theile und ſeinem Befehl unterworfen iſt.eil die Sprache ſich auf alle Sachen

in der Welt erſtrecket, ſo beweiſet ſie denweiten Umfang der menſchlichen Herrſchaff:Sie ſetzet nicht nur die Thiere weit unter

den Menſchen herab, ſondern ſie macht

ihn auch zu dem einigen Bilde GOttes

auf Erden.

Die Vortrefllichkeit der Sprache be⸗ Dieruhet nicht auf dem Schalle, ſondern auf Sprache.dem Vermoͤgen, alle erſinnliche Gedan-ken einem andern begreiflich zu machen.

Der Menſch kan ſeine Meynung auf garvielerley Weiſe zu verſtehen geben. 15