Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Vierte Unterredung. 191F

dern mitgethellet wird, und wenn der Menſch Dieſich nicht weiter um ſie bemuͤhen darff, als Zerr:daß er ſie nur anhoͤre. Die Verbindung ſchafftder Sinnen und der menſchlichen Gliedmaſ⸗ zen,ſen iſt ſo vortreflich eingerichtet; ihre Wahl ſcheniſt ſowohl getroffen, daß durch ihre Huͤlffedie Vernunfft mit allem, was in der Weltvorhanden iſt, eine Gemeinſchafft pfleget;daß ihr das Vergangene gleichſam gegen-waͤrtig wird; und daß ſie ihren Fleiß undihre Geſchicklichkeit an jedweder Sache er-zeigen kan, womit der Schoͤpfer ihrenWohnplatz ausgeſchmuͤcket hat. Die Simenlehren ſie dieſelbige kennen; ſie bringen ihrvon den Eigenſchafften derſelbigen ſo vieleWiſſenſchafft bey, als es noͤthig iſt, denNugzen dieſer Sache daraus zu ſchlieſſen.Will die Vernunfft bloß ihre elgene Kraͤfftegebrauchen, ſo faͤlet ſie von einer Unge-wißheit in die andere. Sie wird gewahr,daß ſie kein Licht in ſich ſelber habe, ſondernihre Schritte nach dem Scheine desſenigeneinrichten muͤſſe, welches ihr die Sinnenanzuͤnden. Sie kan alſo weder eine Na-turLehre, noch eine Geſchichte„noch eineReligion erdencken; Sie hat es aber anchnicht noͤthig, denn ſie bekommt alles dieſesvon einer andern Hand. Es iſt wahr, daßnur ſie alleine alles anmerket, beurtheilet,anwendet und regleret; doch mit dieſer Be-dingung, daß die Sinnen dieſe Regierung

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