Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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DieHerrſchafftdesMen-ſchen.

Die Ab;dich t undRegelDes Ver-Inuügens.

129 Schauplatz der Natur.wiſſe Regeln ein, dieſes oder jenes zu thun:

Dergleichen Regeln koͤnnen zwar in dern

That wohl den Ausbruch eines unordent-lichen Wandels ve rhuͤten, oder auch den?e heilſamlich beſtraffen; aber manan ſie genau beobachten, und doch dabeyein Herz haben, das mit boͤſer Luſt undſchaͤndlichen Begierden erfuͤllet iſt. Er hin-gegen befiehlet, gegen dieſe Beglerden ſelbſtzu kaͤmpfen; denn ſobald der Wille gebeſ-ſert iſt, ſo hoͤret der Mißbrauch der zeitli-chen Guͤter von ſelbſten auf. Die Juͤngerdes Heylandes, welche von ſeinem Geiſtegetrieben wurden, lehreten, daß alles gutſey/ was der Schoͤpfer gemacht hat, wennes mit Dankſagung empfangen wird. IhreUnterweiſung, von dem Gebrauche der Er-goͤtzlichkeiten, ſtimmet ganz genau mit derSeinigen uͤberein, wenn ſie ſaget: daß wirunſer Herz nicht daran haͤngen muͤſſen; daßſie unerlaubt werden ſobald ſie uns anAusuͤbung unſerer Schuldigkeit gegen GOttund den Naͤchſten verhindern; und daßwir uns ihres Genuſſes aus Liebe enthal-ten ſollen, wenn er der Schwachheit desBruders zum Anſtoſſe wird. öUnterſuchen wir die allererſte Abſi chtvon allem Vergnuͤgen, ſo finden wir dieSpuhren einer unbeſchreiblichen Guͤte, undeiner unermeßlichen Weißheit. Die unbe-Aae Guͤte GOttes gegen den Wenen