Fünfte Unterredung. 133
—ͤ—łũꝑ i.—ę:ñ.ſñů—ĩ—— ⅛ ͥ c———ſet, wenn er nicht mehr begehren darf zuleben. Allein wie kan er begehren zu le-
ben wenn er nicht arbeiten will? Glei-
cher geſtalt laufft es wider alle Regeln,die Guͤter des Naͤchſten anzutaſten; Washat er aber unter ſeinen Guͤtern lieber, alsſeine Frau? Eben ſo ſehr beleidiget man auchdie menſchliche Geſellſchafft und die geſun-de Vernunft, wenn man ein Neſt vollBoͤßwichter und Tagdiebe in die Weltſetzet. Alſo verderbet man das Vergnuͤ-gen, und verwandelt es in eine Quelle desMißvergnuͤgens und der Unluſt, wennman Unzucht treibt, oder Che bricht.Alles auf Erden iſt in des Menſchen Ge-walt gegeben; Aber dieſe Gewalt iſt hin-wiederum der Vernunft und dem Geſetzeuntergeben. Wir werden zu ſeiner Zeitſehen, daß dieſe Vernunft, benebſt ihrerGefehrtin, dem Gewiſſen, keineswegesnach eignem Belieben urtheilen, oder demblinden Triebe der Affecten folgen darf.Sie hat ihr Licht nicht in ſich ſelber.Sie muſte gleich anfaͤnglich denen Ver-ordnungen gemaͤs handeln, welche die er-ſte Menſchen empfiengen: Und nachdemder Heyland aller Welt erſchienen iſt, ſofindet ſie ein ſicheres Verwahrungs⸗Mit-tel gegen alle Irrthuͤmer und gegen allesUngluͤck, in der Einfalt des Glaubens,und im Gehorſam gegen die Predigt desEvangeliums, f
f 3J3 Die
DieHerr-ſchaftdesMen-ſchen.