Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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DieHovr-ſchafft

desMen-

ſchen.

148 Schauplatz der Natur.

ter gezogen hat. Aber gleichwie GOtt, alser dem Menſchen einen Theil ſeiner Machtmittheilte, ihm dieſelbe keinesweges voͤlliguͤbergab; alſo hat er ihm zwar auch einenTheil von ſeiner Weißheit zugemeſſen, undgewollt, daß er vieles verſtehen und erfin-den ſolle: Aber einen unermaͤßlichen Ver-ſtand, gleich dem Seinigen, gab er ihm nicht.Der Menſch iſt hoch erhaben, daß eralles beherrſchen und alles gebrauchen darf,was der Bezirk ſeiues Wohnplatzes in ſichſchlieſſet. Aber alles, was er beherrſchetund was er gebrauchet, das war ſchon vorihm vorhanden: Er ſelbſt ſollte nichts vonneuem erſchaffen, ſondern nur an dem wasgeſchaffen iſt, ſeinen Verſtand und ſeineHaͤnde uͤben. Derowegen kan er die Zahl,die Groͤſſe, die Krafft, den Nutzen und dieEigenſchafft der Dinge bemerken. Er kandie Coͤrper auf verſchiedene Weiſe zuſam-menſetzen oder trennen, und dadurch neueWirkungen verurſachen: Aber die wir-kende Krafft, ſo in ihnen iſt, kan er wederaͤndern, noch ihnen von neuem beylegenſondern dieſelbige bleibet, wie ſie iſt. Es faͤl-let ihm leicht, das Werk ſeiner Hande zuverderben; er kan ein Gefaͤſſe oder eine Uhr,die er verfertiget hatte wieder zertruͤmmern.Aber er kan dieſe Truͤmmer nicht gaͤnzlichin ein bloſſes Nichts verwandeln. DerMeſſing und der Thon bleiben, was ſie wa-ren.