Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Achte Unterredung. 149

——!„....ͤ ²˙•—mꝛm.ren; Eben ſo wenig kan er die Elemente Dieder Dinge zernichten oder ſchaffen. Eben Zerr-diejennge Schranken nun, worein G Ott heeftdie Macht des Menſchen geſchloſſen hat, die⸗Men-nen auch ſeiner Wiſſenſchafft zu Graͤnzen. ſchen.Es ſind alſo zweyerley Arten von Schoͤ-pfungen, woferne mir anderſt erlaubet iſtalſo zu reden: Die eine iſt die Goͤttliche,durch welche alle Geiſter und Coͤrper ent-ſtanden ſind; Die andere iſt die menſchliche,welche ſich bemuͤhet/ die Faͤhiskeit der bereitsvorhandenen Dinge zu uͤben, in ihre Voll-kommenheit zu bringen, auszuzieren und,durch allerley ſinnreiche Erfindungen, man-cherley Nutzen daraus zu ziehen. Die Wer-cke der erſten Schoͤpfung ſind alle bereitsfertig, und weil der Menſch mit selbigernichts zu thun haben ſollte, ſo hat ſie ihmGott auch unbegreiflich gelaſſen. Diemenſchliche Schoͤpfung ſowohl, als diemenſchliche Wiſſenſchafft, gehet blos aufden vielfältigen Gebrauch der erſchaffenenDinge. Dieſer iſt alſo das Maas, wor-nach das menſchliche Vermoͤgen und diemenſchliche Erkaͤnntniß eingerichtet ſind.So ruͤhmlich als es dem Menſchen iſt, wenner dieſes herrlichen Vorrechtes ſich bedie-net; ſo veraͤchtlich und laͤcherlich macht erſich hingegen, wenn er anfaͤngt uͤber ſolcheSachen Zweifel zu erregen, zu ſtreiten, undallerley Meynungen zu behaupten, welcheK 3 2 ihm