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Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Achte Unterredung. 155

%%—ſo offt er veranget, und ohne das gering-ſte davon zu verſtehen.

Die vermeynte Schwierigkelten, ſoMontagne, Charron und andere Zweiflerin allen Wiakeln zuſamm ſuchen, um un-ſern Zuſtand veraͤchtlich vorzuſtellen, unduns ncht einmahl einen Vorwand derDankbarkeit uͤbrig zulaſſen, ſind nimmer-mehr im Stande uns dle Augen alſo zuverblenden, daß wir die Abſichten desSchoͤpfers bey ſeinen uns mitgetheiltenGaben nicht deutlich erblicken ſollten. Esreiſete vor einigen Jahren ein Menſch her-um, dem beede Arme fehlten; die ſer konn-te mit den Fuͤſſen naͤhen. Iſt nun wegendieſer ſeltenen Begebenheit jemand befugtzu ſagen, die Fuͤſſe waͤren nicht zum gehengemacht, ſondern es beliebte uns nur, ſielieber zum gehen, als zum naͤhen zu gebrau-chen. Viele Perſonen finden ihre Naſe be-quem, eine Brille darauf zu ſtecken, wenn ſiedeutlicher ſehen wollen: Folgt deswegen, die

Naſe ſey nicht deswegen gemacht, daß ſiedie dienliche Speiſen von den verdorbenen

Dieevr-chaft

desMen-ſchen.

und die reine Lufft von der angeſteckten,

vermittelſt des Geruches, unterſcheiden ſol-le? Es kan ſich zutragen, daß wir vor elngroͤſſer Vergnuͤgen halten einen kleinenFuß zu haben, und um einen halben Zolllaͤnger zu ſcheinen, als bequem zu gehen:Es kan geſchehen, daß wir Luſt bekommen,

an