zehende Unterredung. 177
Zeit, die Erfindungen geſchickter Leute in Dieſedwedem Jahrhundert; die ſchoͤnen Stel⸗ ſcbeß,len aus den Werken beruͤhmter Redner 417oder ſinnreicher Dichter; die treflichen Ge⸗ ſchen.*danken, welche eine langwiehrige Erfahren-
heit Maͤnnern von groſſen Verſtande eln-gegeben; Mit einem Worte, alles, was
er aus eignemFFleiſſe und durch fremde Bey-
huͤlfe zu wiſſen bekommen.
Wenn der Menſch durch Nachdenckeneinige Wahrheiten herausgebracht/ undſodann ſelbige der Erfahrung gemaͤs be-funden hat, ſo uͤberglebt er ſie ſeinem Ge-daͤchtniſſe. Dieſes ſtehet ihm davor. Esuͤberreicht ſie hme, ſo offt er es noͤthig be-findet, nicht mit dem dazugehoͤrigen Be-weiſen, ſondern nur als bloſſe Schluͤſſe.Durch Huͤlfe eines Lehrſazes, oder einesWortes, daran es ihn beyzeiten erinnert,erſpahret es ihme das vergebliche Wieder-hohlen von einerley Bemuͤhung. Hierfindet er in jedem Falle die Geſeztafel, wor-nach er ſein Vornehmen und ſeinen Wan-del einrichten muß.
Wie iſt es moͤglich, daß ein einigerKopf eine ſo ungeheure Menge von ganzunterſchiedenen Begriffen in Ordnungbringet, und daß aus dieſem Vorrathenichts verlohren gehet, woferne man nurdie wenige Muͤhe aufwenden, und von ei-ner Zeit zur andern alles durchſehen will?
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