Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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FIchende Unterredung. 179

Geiſter mag zu dieſem Entſtehen und Ver⸗ Dieſchwinden der Gedanken behuͤlflich fallen? Zerr-Selbige auf einmahl aus ihrem langen ſ aftSchlafe bringen, im Augenblicke wieder men-darein verſencken, und abermahls zu neuen ſchen.Verrichtungen von erſtaunlicher Abwechs-lung und Geſchwindigkeit beleben? Wieiſt es dem Gehirne moͤglich, eine derglei-chen ſubtile Wuͤrkung zu befoͤrdern? Sol-te alles dieſes nur in der Seele vorgehen?Solte der reine Verſtand als dieſes vorſich alleine wuͤrken? Koͤnnet ihr uns dar-auf antworten, groſſe Weltweiſen! dieihr den Menſchen von Grundaus kennet?80 macht ſehr wenig Weſens von einemo herrlichen Geſchenke und von der Ab-ſicht ſeines Gebers. Nach eurer Mey-nung heiſſet dieſes nicht philoſophiren. Ihrſaget: unter allen unſern Kraͤfften, welchezu denken etwas beytragen, iſt keine ſo großund coͤrperlich, als das Gedaͤchtniß. IhrWeſen beſtehet bloß in einer Materie, wor-ein ſich allerley abdruͤcken laͤſſet. Hierzuiſt nun weiter nichts noͤthig, als die Be-wegung gewiſſer Lebens⸗Gelſter, ſo denEindruck tiefer oder ſchwaͤcher machen,nachdem ſie in groͤſſerer Menge vorhandenſind. Sie hinkerlaſſen alſo ein Bild indieſer Materie, und wenn hernach andereLebens⸗Gelſter wieder eben dieſe StraſſeM3 neh-