184 Schauplatz der Natur.
Die Dieſes iſt die Quelle, aus welcher ſein gan-Herr- zes Bemuͤhen den Urſprung nimmt.ſchafft So geneigt als der Menſch von Na-
den, tur ift, zu denken, Anſchläage auszuſinnen,en. dieſelbe auszufuͤhren und die Glieder ſeinesLelbes an mancherley Arbeit zu gewoͤhnen:ſo leicht koͤnnte auch dieſer Eifer erkalten,wenn er nicht durch das Verlangen nacheinem vergnuͤgten Zuſtande beſtaͤndig gerei-zet wuͤrde. Er ſucht dasjenige uͤberall, wasIhn gluͤcklich machen ſoll, und wo er es zufinden vermeynet, daſelbſt bleibt er ſtehen.Alles, was der Menſch vornimmt, ja ſeineNachlaͤſſigkeit ſelber, hat keinen andernEndzweck, als dieſen. Suchet er etwaszu erlangen, trachtet er etwas zu vermeiden,ſo haͤlt er jenes vor eine Befoͤrderung ſei-ner Gluͤckſeeligkeit, und dieſes vor eine Hin -derniß derſelbigen. Keine andere Urſachewar es nicht, die den Sohn des Phillppusbewog uͤber den Helleſpont zu ſezen, dasmaͤchtigſte Reich in ganz Aſien anzugreifen,biß nach Africa durchzudringen, von daſich in Indien zu wagen, und endlich anden Euphrat zuruͤcke zu kommen. Keineandere Abſicht hatte der Sohn des Pipi-nus ſich nicht vorgeſezet, als er aus Frank-reich in die Lombardie und aus der Lom-bardie nach Sachſen zog. Kelne andereHofnung reizte den Sohn des Hugo Ca-petus nicht, daß er ſeine Gemuͤths⸗ 1 8un