Eilfte Unterredung. 185
und ſeine lange Reglerung bloß dazu an⸗ Diewandte, um ſein Volk, durch den Genuß ei⸗ Zerr-nes dauerhafften Friedens und des Über⸗ Haftfluſſes gluͤcklich zu machen. Dieſe Hoff⸗ en,nung gluͤcklich zu werden erweckt bey dem ſchen.Gelehrten die Begierde zu neuen Erfindun-gen, und bey dem Unwiſſenden die Luſt nachKleinigkeiten. Eben dieſe Hoffnung ſtaͤr-ket den Handwerksmann, wenn er ſeineSchultern unter die ſchwereſte Laſten beu-get. Sie uͤberredet den Dieb, fremde Guͤ-ter wegzunehmen/ damit er nicht ſelbſt ar-beiten dürfe. Dieſe Begierde nach derGluͤckſeeligkeit, iſt demnach der Grund vonall unſerm Verlangen, und die Triebfedervon allen Unternehmungen der MenſchenzFolglich iſt auch unſer Wille mit der Sehn-fach nach einem vergnuͤgten Zuſtande ei-nerley.Allein ob uns wohl eln unaufhoͤrlicherund unbezwinglicher Trieb nach unſermGluͤcke zu ſtreben zwinget; ſo ſtehet unsdoch frey, was vor Mittel wir dazu aus ſu-chen wollen. Wir wenden unſere Augenund unſere Gedanken auf alles, was umuns iſt. Das Angenehme locket uns zu ſich,das Eckelhaftige verjaget uns. Nichts ver-mag die Faͤhigkeit ganzlich zu erſchoͤpfen, wo-mit wir dasjenige verlangen und wehrt ach-ten, was uns wohl gefaͤllt. Wir koͤnneneine Sache vor die andere fahren non