Fwoͤlffte Unterredung. 203
———B..folgenden Hiſtoriſchen Saz gaͤnzlich zu⸗ Dieſamm faſſen. brauch-Alle kluge Leute und alle diejenigen, 8welche ihre Sachen vernuͤnfftig anfien⸗ 8gen esſey nun in Wiſſenſchafften, oderin der Religion, der in andern Geſchaͤff-ten/ ſind zu der Gewißheit, die ihr Stander forderte/ gekommen; Erſtlich, weil ſie.dasjenige zum Grunde legten, was ge-nugſam erwieſen und hinlaͤnglich be-kraͤfftiget war; Sweytens/ weil ſte daserwieſene gebrauchten, um das herauszu bringen/ was ſie nicht wuſten.Dieſes iſt die kurzgefaſſte Geſchichteihrer Klugheit, ja, in einem gewiſſen Ver-ſtande, auch die Geſchichte der Vernunfft.Auf dieſe Weiſe iſt in der That die brauch-bare Logick, der jezigen und der vergange-nen Zelt, beſchaffen. Man kan in derſel-bigen ſich uͤben, und dabey an nichts weni-ger, als an eine Logick, gedencken. Jeder-man vermag in ſeinem Stande richtig den-cken zu lernen, wenn er fleiſſig Achtunggiebt, nachſinnet und ſchlleſſet. Wie vie-le Kriegs⸗Leute und Frauenzimmer gelan-gen taͤglich durch bloſſe Ubung zu einergroſſen Fertigkeit/ ohne zu wiſſen, daß die-ſe Übung eine Methode ſey.Man kan ſte auch in die Form einerWiſſenſchafft bringen, und ſich gewiſſe Re-geln vorſchreiben, die auf die Graͤnzen 5ers