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Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Zwoͤlffte Unterredung. 219hat, ſo theilet ihm auch GOtt dieſe oder

jene, Wahrheit nicht mit, die von andern 2

eingeſehen wird, noch auch ſtellet er ihm d

diefe oder jene Farbe vor, die andern be-kannt iſt. Obſchon alſo unſere Sinnen we-der einige Farbe, noch einige Wahrheit,

hervor bringen; ſo will doch GOtt haben,unſere Sinne ſollen uns dazu dienen, daßwir dieſelbige erkennen. Unſere Sinnenhaben das Vermoͤgen nicht in ſich, dieWahrheit zu unter ſcheiden, ſie lencken aberunſere Vernunfft auf diejenige Wahr-heit, welche mit unſerer Empfindung einenZuſammenhang hat. Auf dieſe Weiſe hatuns GOtt gemacht; dieſes iſt ſeine Ord-nung. Wir unſeres Ortes haben nichtszu thun, als derſelbigen zu folgen„ohneuns in die Unterſuchung von dem Urſprun-ge unſerer Begriffe einzulaſſen: denn die-ſe iſt vor uns zu hoch.

Urheber derſelbigen iſt. Er allein kennet dieUrſache von der Unveraͤnderlichkeit der Far-den und der Grund- Wahrheiten. Voruns iſt genug, daß wir aus der Erfahrungdavon überzeuget werden. Wir laſſen unsdamit begnügen, daß wir wiſſen, ſie ent-ſpringen aus der Quelle aller Wahrheiten;und alſo ſind wir ſchon hinlaͤnglich ge-nug verſichert, daß ſie wahr und gewiß ſeynmuͤſſen.

Die

gick.

20,

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