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Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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220 Schauplatz der Natur.

4. Auſſer deme, daß wir die Nachrichthochhalten muͤſſen, welche uns jedweder

ei Sinn vor ſich ins beſondere giebt, muͤſſen

wir auch mit Verwunderung bemerken,wie ſie einander unter ſich Huͤlfe leiſten,und ſich gemeinſchafftlich dahin bemühen,daß wir die noͤthige Wahrheiten erken-

nen.

„Deer Menſch hat gar offt noͤthig einmehreres zu wiſſen, als was ihm ſeine Au-gen im Stande ſind zu zeigen. Er moͤch-te gerne dasjenige erfahren, was auſſer-halb ſeinem Geſichte vorgeht, oder wasvor langer Zeit geſchehen iſt; Zuweilenfaͤllet es hm ſchwehr zu ſagen, was rechtoder unrecht ſey, nehmlich wenn ſehr vie-le Umſtaͤnde bey dem gegebenen Falle zuerwegen ſind, und man alſo ohne groſſeMuͤhe nicht einſehen kan, wie die allge-meinen Grundſaͤtze dabey muͤſſen angewen-det werden. Er vermuthet und wuͤnſchetein ander Leben, in welchem Tugend undLaſter ein ander Schickſal haden, als indem gegenwaͤrkigen. Vor alles dieſes hatGott Rath geſchafft. Was der Menſchvon ſeiner Vernunft nicht lernen kan, daserfaͤhret er durch ſeine Sinnen Wasihm einer nicht zeiget, das lehret ihn derandere, gar offt uͤberzeugen ihn mehrere zu-gleich von der Wahrheit einer Sache.Weder ſeine Vernunft, noch ſeine Augen

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