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Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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zwoͤlffte Unterredung 221

weiſen ihme, was anderswo vorgeht/ oder Diewas vor Zeiten geſchah: In dieſem Falle brauch-kommt ihm ſein Ohr zu Huͤlffe: Es giebt bare Lo-ihm von allem Nachricht, durch Erzeh⸗ gick.lungen, durch Zeugniſſe, durch Both-ſchafften. Gar offt ſagt ihm das Aug,

das Ohr, und die Hand, einerley Sa-

n fAuf dieſe Weiſe hat der Menſch, nichtſeiner Vernunft, ſondern ſeinen Sinnen,beſonders aber ſeinem Gehoͤre, die Erkent-niß auslaͤndiſcher Begebenheiten, und derGeſchichte uͤberhaupt, zu danken. Miteinem Worte, das Ohr iſt das vornehm-ſte Werkzeug, wodurch ihn GOtt von dergeoffenbahrten Sittenlehre, und von demWege zur Gluͤckſeligkeit unterrichtet.Das Anſchauen der vorhandenen Denk-mahle traͤgt ohne Zweifel vieles/ zu beſtaͤt-tigung der angehoͤreten Wahrheit, bey:Allein gleichwie wir durch eine Geſand-ſchafft von dem Verbuͤndniſſe Nachrichtbekommen, welches ein auslaͤndiſcherRegente mit uns aufrichten will; Alſo habenwir auch alles, was wir thun und glaubenſollen, durch eine in die Sinne fallendeund unſterbliche Geſandſchafft vernommen,welche ausdruͤcklich deswegen zu uns kam,um uns dasjenige zu offenbahren, wasunſere Vernunfft nicht wuſte.

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