Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
Seite
225
JPEG-Download
 

Iwoͤlffte Unterredung. 225

Die Vorſtellung, welche wir von den DieSachen und von ihren Eigenſchafften ha⸗ brauch-ben; dasjenige, was wir durch die Nach⸗ bare Lo.richt unſerer Sinnen erfahren; dasſenige, 1 8 nwas in unſerer Einbildungs Krafft und bein unſerm Gedaͤchtniſſe davon zuruͤckebleibt, und mit einem Worte alles, woranwir gedenken, nennet man[aden oderBegriffe. Nimmt man dieſe Begriffezuſammen, ſo ſind ſie gleichſam Gemaͤhl-de von dem, was in und auſſer unsiſt. Dieſe Ideen ſind wahr und ordent-lich, wenn ſie mit den vorgeſtellten Sa-chen genau uͤbereinſtimmen, oder wenn ſieunter ſich eben die Ordnung und eben dasVerhaͤltniß haben, ſo bey den Sachenſelber angetroffen wird. Denn wir hal-ten verſchiedene Begriffe gegeneinander,und urtheilen, ob einer zu dem andernſich ſchicket, oder ob ſie einander ausſchlieſ-ſen. Wir halten auch verſchiedene Ur-theile gegeneinander. Wir bringen ſie zu-ſammen, damit dasjenige, welches dunkelwar, das Licht bekomme, ſo wir in einemandern Uetheil wahrnehmen, das damitverknuͤpft ſcheinet. Wir werden von derRichtigkeit unſerer Gedanken verſichert,wenn wir, durch die Erfahrung, eben die-ſelbe Ordnung auſſer uns in den Sachenfinden, die wir uns vorgeſtellet hatten,oder wenn wir ſehen daß unſere Begriffe

V. Cheil. P dur