Zwoͤlffte Unterredung. 247
Arbeit finden, oder weil ſie keine vorzuneh- Diemen verlangen, vielleicht auch aus beeden brauch-Urſachen zugleich; denn einige befinden bare Losſich im Bettelſtande recht wohl, und an⸗ Sick.dere moͤchten gerne arbeiten, allein es fehltihnen an Materialien oder an noͤthigemVorſchuſſe.
Dieſem Übel wuͤrde dadurch keines-weges abgeholffen, wenn man die Han-dels⸗Geſellſchafft abſchaffete. Im Gegen-theil wuͤrden auf dieſe Weiſe ſehr vielePerſonen auſſer Brod geſetzet, und vieleMaterialien muͤſten unnuͤze liegen bleiben,welche die Geſellſchafft jetzo gebrauchet.Das einige Mittel(*), wodurch man zu-wege bringt/ daß mehr im Lande verzehret
Q4 wird,
(*) Dasjenige, was der Herr Verfaſſer an dietſem Orte beybrinat, ſtellet die wahre Quel-le von der Gluͤckſeeligkeit eines Landes vorAugen; Es waͤre nur zu wuͤnſchen, daßdieſe heilſame Lehren uͤberall ausgeuͤbetwürden. Wer mehrere Nachricht zu wiſ-ſen verlanget, wie dieſe Ausübung mog-lich ſey, der beliebe nur Seckendorfs Fuͤrsſten⸗Staat, ingleichen die Schrifften desD. Bechers und Schroͤters von dieſer Ma-terie zu leſen. Es ſind aber auch noch vie-le andere davon heraus; Es fehlt in dietſem Stuͤcke gar nicht an guter Anweiſung,aber zuweilen entweder an Vernunfft ihreTreflichkeit einzuſehen, oder am Willen ſichdarnach zu richten. Groſſes Lob vor vie-le eingebildete Cameraliſten