20 Schauplatz der Natur.
Man will wiſſen„ob es dem Landezutraͤglich ſey, daß der Antheil, den jederUnterthan zu einer ausgeſchriebenen Steuerbeytragen ſolle, dem Gutduͤnken der Ein-nehmer an jedwedem Orte uͤberlaſſen wer-de, doch alſo, daß man dieſe nimmer ab-wechsle, weil es ſcheinet, ſie haͤtten Ur-ſache ſich untereinander zu ſchonen, kenne-ten auch ihr Vermoͤgen wohl, und waͤrenalſo geſchickt genug eine dergleichen Ein-theilung zu machen: Oder ob es nicht beſ-ſer ſey, eine gewiſſe Steuer einzuführen,die nach Beſchaffenheit der Einkuͤnfte, desErtrags, der Guͤter und des Gewerbes, vonjedwedem ſteuerbaren Unterthanen abge-meſſen iſt. g
Hier kommt es alſo darauf an, ob dieBegriffe von der Landes⸗ Wohlfahrt, undvon einer beliebigen Beſteuerung, nebeneinander beſtehen koͤnnen? Die Mittelbe-griffe ſind folgende? In dem Falle einerbeliebigen Beſteuerung finden die reichenimmer Gelegenheit, glimpflich durchzuwi-ſchen, ſowohl wegen ihres ſtarken Anhan-ges, als auch weil man ihrer Huͤlfe eben-fals beduͤrfen moͤchte. Die Laſt faͤlletalſo den aͤrmern deſto ſtaͤrker auf denHals. Der Einnehmer macht ſich allediejenige zu Feinden, welche meynen, es ge-ſchehe ihnen zu viel; In dieſer Meynungſteht aber ein jedweder; und wenn er 1 6na