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Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Fwoͤlffte Unterredung. 265

Worten vortragen; Allein die Scholaſti-ſche Phlloſophie dehnet ſie auseinander,und ſetzet, nach den Regeln der Kunſt, allesgehoͤrige dazu, damit eine Reihe ordent-licher Vernunfft⸗Schluͤſſe daraus werde.Hernach faͤngt ſie wieder von forne an,nimmt jedweden Satz beſonders vor, undunterſuchet ſeine Beſchaffenheit nach ge-wiſſen Regeln. Alles dieſes kan in derVernunft ſehr wohl gegruͤndet ſeyn, eskoͤnnen auch Beweiſſe, die man nach allerSchaͤrfe der e Regeln aus-fuͤhret, eben die Gewißheit haben, alsdie Geometriſchen: Allein das menſchlicheLeben iſt viel zu kurtz, daß man es aufunnoͤthige Unterſuchungen wenden ſolte(D.Man vermag e ohne dieſe langweili-

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(*) Dieſes iſt mehr als zu wahr: deswegenfolgt aber nicht, daß man noͤthige undnuͤtzliche Wahrheiten nicht nach aller Schaͤrf-fe beweiſen, und ſie damit auſſer allemZweifel ſetzen ſolte. Warum kan niemandan der Gewißheit der Geometriſchen Wahr-heiten zweifeln? Deswegen, weil ſie nachaller Schaͤrfe bewieſen ſind. Cs gibt abernoch viele andere Wahrheiten, als die Geo-metriſchen welche dem menſchlichen Ge—ſchlechte zu wiſſen noͤthig ſind, ja an wel-chen noch weit mehr gelegen iſt, daß ih-nen die Staͤrke eines überzeugenden Be-weiſſes mitgetheilet werde. Wimmeltenunſere Zriten nicht von ungegruͤndetengZweiff

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