Schauplatz der Natur.
D ge Methode gar fein zu raiſoniren, Siebrauch⸗ erleichtert auch nichts, ja noch weniger,bare Eo als eine Methode zu raiſoniren, die ge-ſchwinder fertig wird und ſo viel Wee-ſens nicht macht:(K*) denn durch dieſeletztere wird der Verſtand viel hurtiger
und
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lern, ſo koͤnten ſich unſere Weltweiſe garmanche Muͤhe erſpahren. Will man dieSache genau unterſuchen, ſo wird manfinden, daß eben deswegen ſo viele Zweif-ler und Schwindel⸗Geiſter aufſtehen, weilſie die Geſchicklichkeit oder die Gedult nichthaben, die Wahrheiten in gehoͤriger Ord-nung einzuſehen und zu beurtheilen, ſon-dern ſie raiſoniren ſo was dahin. Willman ihre Fehler zeigen, ſo iſt kein anderMittel, als die Wahrheiten in einem foͤrm-lichen Beweiſe vorzutragen. Koͤnnen ſiedieſen nicht uͤberwaͤltigen, ſo habeu ſie kei-ne Ehre, weiter zu reden.
(** Es war ein gewiſſer Profeſſor der Ma-
thematick, der hatte auch eine Methode
lus prompte& plus expeditive de rai-ſonner, als die gemeine langweilige inder Geometrie, nehmlich er lies die ver-drießliche Beweiſe weg, dagegen ſchwur erhoch und theuer, es ſey ganz gewiß wahr,die Herren Auditores duͤrffen keinen Augen-blick dran zweifeln. Ich will von dieſer»anzen Materie nur noch zwey Worte bey-fuͤgen: Wer gewohnt iſt, ordentlich zu den-ken und richtig zu ſchlieſſen, der wird auchmehr als zu offt gewahr werden, wie jaͤm-merlich das raiſonniren der guten Herren