Dreyzehende Unterredung. 309
ſind die beede Winkel, e und 4, ſo groß, als Die180. Grade; desgleichen auch Bund A. Meß,Es iſt nemlich e und A zweyen rechten Kunſt-Winkeln gleich, und B nebſt A gleichfalls(n. 16. zu Ende): Bekannt aber iſt,wenn man von zwey gleichen Groͤſſen ei-nerley abziehet, ſo bleibt beederſeits einer-ley uͤbrig. Wendet man dieſes im gegen-waͤrtigen Fall an, und zieht ſowohl von eund A, als auch von B und 4, welche beeder-ſeits 180. Grade betragen, den WinkelA ab, ſo bleibt auf einer Seite e, auf derandern B uͤbrig. Demnach ſind die Win-kel c und B einander gleich, und woferneman dem einen auf dem Felde nicht bey-kommen koͤnnte, ſo duͤrfte man nur denandern meſſen.
19. Wenn man dieſes recht erwaͤget,ſo wird man ohne Muͤhe noch einen an-dern Schluß daraus ziehen koͤnnen. Ge-ſetzt, es waͤren in der 22. und 23. Figurmehrere Winkel, als zwey, vorhanden: Esware, in der 22. Figur, der Winkel CBAin ſechs kleinere getheilet, und der Win-kel ABD in achte, zehen, oder ſo viel be-liebig: So koͤnnten doch alle dieſe vielenWinkel zuſammen weder groͤſſer, noch klei-ner ſeyn, als die beede rechten, vor de-ren Theile ſie anzuſehen ſind. Demnachſind ſie alle zuſammen eben ſo groß, alszwey rechte, und haben zu ihrem Maaſe
3 den