Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Sunfzehende Unterredung. 607

77. ĩwir von denen Licht-Kegeln geſagt haben, Diedle aus jedem Puncte der geſehenen Sa⸗Gptick.che ausfahrend ſich unterweges ausbreiten,und den ganzen Aug⸗ Apfel bedecken, ſo-dann aber ein jedweder in ſeinem eigenenBrenn⸗Puncte ſich wieder vereinigen, unddahero ſoviele Puncte am Bilde formiren,als Kegel waren. Wir betrachten jezoelnen jeden ſolchen Kegel nur als eine einigeLinie. demnach wird aus ihnen allen nurein einiger Kegel, der aus lauter geradenLinien beſteht/ welche beym Einfalle ins Augeinander durchſchneiden, aus einander fah-ren, und hinten am Auge lauter Puncteeines zwar umgekehrten, doch nichts deſto-weniger vollkommen aͤhnlichen, Bildes ab-mahlen. Denn ein jeder von dieſen Pun-cten, woraus das Bildgen beſteht, iſt einVereinigungs⸗ oder Brenn⸗Punct, der mitallen uͤbrigen in eben der Ordnung ſteht,in welcher die ſtrahlenden Puncte der ge-ſehenen Sache untereinander ſtehen. Hier-aus folgert, daß je groͤſſer das Bild iſt, jegroͤſſer beduncket uns auch die geſehene Sa-che zu ſeyn. Und eben dieſes wollen auchdie, Optici uns zu verſtehen geben, wennſie ſagen: Eine Sache, die unter einem groͤſ-ſern Winckel geſehen werde, als die andere,ſcheine auch groͤſſer; Auf welchen Grundehernach alle Verkleinerungen in der Per-ſpectiv⸗Kunſt beruhen. 4 Es ſcheinet, alsob