Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Funfzehende Unterredung. 623—

Spiegel in das lezte Cabinet von einem DieGebaͤude, gegen die daranſtoſſende Zim⸗Gptick.mer; ſo wird dieſe ganze Reihe von Ge-maͤchern verdoppelt. Eben dieſes geſchie-het wenn man mehrere Spiegel auf eineFlaͤche aneinander ſezet, wie die Tafel-Glaͤſer an einem Fenſter. Richtet mandie Spiegel gegen einen Garten, oder ge-gen ein anmuthiges Feld, ſo genieſſet man10 ſchoͤne Ausſicht auf eine doppelte

elſe.

73. Es laſſen ſich die Spiegel auf al-lerley Weiſe gegeneinander ſtellen, undſodann vervielfaͤltigen ſie das Bild einereinigen Sache, und zeigen es uns, als ineiner gewaltigen Entfernung. Damit mandie Moͤglichkeit dieſer Vorſtellung einſehe,ſtelle man ein brennendes Licht zwiſchenzwey Spiegel. Die wahre Flamme bil-det ſich auf dem Spiegel zur rechten Hand.ab. Von dieſem wird ihr Bild in dasAuge, und auf den lincken Spiegel geworf-fen; welcher es wiederum ſowohl ins Au-ge, als auf den rechten Spiegel, wirfft.Dleſes leztere Bild, bringt abermahl zweyandere, aber viel ſchwaͤchere hervor, einesim Auge, das andere auf dem zweytenSpiegel. Demnach haben wir ſchon vierbiß fuͤnf Bilder, welche ſaͤmtlich von demerſten Hauptbilde auf dem Spiegel zuerechten Hand ihren Urſprung Weh

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