648 Schauplatz der Natur.
Die der Perſpectiv zu danken, deren Vortreflich-Optik. keit mit diefem ſonderbaren Vortheile ver-bunden iſt, daß ſie leicht zu faſſen ſind.Durch ihre Huͤlfe bekommt jedweder Punctin der Zeichnung eben dleſelbe Stelle wel-che er in dem Urblde ſelbſt hatte, und dem-nach wird die Natur auf das gluͤcklichſtenachgeahmet; in welchem Stucke die groͤ-
ſte Vollkommenheit der Kunſt beſtehet.Beſchluf. Wir wollen dieſen Entwurf der brauch-baren Weſſenſchafften nicht weltlaͤuftigerausdehnen, weil das angefuͤhrte ſchon hin-laͤnglich iſt, uns zu uͤberzeugen, worin dieAbſicht und der rechte Gebrauch der Ver-nunfft beſtehe, welche GOtt dem Menſchenmitgetheilet hat. Seine Wiſſenſchafft ſollihn unterrichten, die Gaben des Schoͤpfersgehoͤrig anzuwenden und dankbarlich zuge-nieſſen; Aber er ſolle ſich nicht unterſtehen,Dinge zu erforſchen, die ihm zu hoch, undſeiner Ver nunfft unbegreifflich ſind: ImGegentheil muß er ſich begnuͤgen laſſen, das-jenige von den unerforſchlichen Wegen derunergruͤndlichen Weißheit zu erfahren, was
ihm dieſelbe zu offenbahren fuͤr gutbefindet.
Ende des fuͤnften Theils.