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Sechster Theil. Welcher dasjenige zu betrachten darstellet, was zum gesellschafftlichen Leben der Menschen gehöret.
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6 Schau ⸗Platz der Natur.

Der Ur, Kranken zu warten, Zeuche zu verfertlgen,ſprung oder Steine zu behauen. Dergleichen

der Ge-ſellſchaft.

1.

Einrichtungen ſind deswegen im geringſtennicht ſtraͤflich, weil ſie abgeſondert ſind;ſie ſind im Gegentheile eine Stuͤtze undein loͤbliches Beyſpiel vor die Geſellſchafft/wenn Arbeit und bruͤderliche Liebe auf ei-ne beſondere Welſe bey ihnen hochgeſchaͤ-tzet werden.

Alle Blaͤtter des Evangelli ſtellen unsdieſe wuͤrkſame und huͤlfreiche Liebe vorAugen. Die Verlaͤugnung die es vonuns fordert, beſtehet nicht darinn, daß wiraus der Welt lauffen, oder alem Umgan-ge abſagen, ſondern daß wir die Eigen-Liebe ausrotten ſollen, die alles vor ſichallein verlanget, und an ſtatt ihren Bruͤ-dern zu dienen, beſtaͤndig von ihnen bedie-net ſeyn will. Weit gefehlet, daß wir an-dere haſſen duͤrfften; es iſt uns nicht ein-mahl erlaubet gleichguͤltig zu ſeyn, oderlhrentwegen unbekuͤmmert zu bleiben. In-dem das Evangelium uns auferleget jeder-mann zu lieben wie uns ſelbſt, ſo giebet esjedermann ein Recht, ſo viel Huͤlffe vonuns zu fordern, als wir vermoͤgend ſind ihmzu leiſten: und es lehret uns, Feindſeelig-keiten mit Wohlthaten zu vergelten. Wetdeswegen in die Wuͤſte lauffen wolte, da-mit er ſeine Schuldigkeit gegen die Geſell-ſchafft nicht erfuͤllen darff, der waͤre ent-

weder

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