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Sechster Theil. Welcher dasjenige zu betrachten darstellet, was zum gesellschafftlichen Leben der Menschen gehöret.
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18 Schau⸗Platz der Natur.

Der Ur⸗ Vater, und als Brüder von einem Erloö-

ſprungder Ge.ſellſchaft.

Roͤm. 1 3.10.

ſer anſiehet; Nur das Chriſtenthum, kanohne Streit und Ungewißhelt, alle Pflich-ten gegen das menſchliche Geſchlecht erfuͤ-len: Alle andere Beweg⸗Gruͤnde ſind ver-daͤchtig und unzulänglich. Nur die Liebeallein thut dem Naͤchſten nichts boͤſes.Wie ſolte man dasjenige ſuchen zu kraͤn-ken, was man liebet? das Chriſtenthumiſt demnach die Vollkommenheit der Ge-ſellſchafft, weil es die Ungerechtigkeit mitder Wurzel ausreiſſet, indem es alle Bit-terkeit und allen Haß unterdruͤcket.

Ein Menſch kan das aͤußerliche Anſehenhaben, als ob er ein guter Mitbuͤrger waͤ-re, und ſein Vaterland wehrt hielte abelſein Herz kan nichts deſtoweniger voll Un-gerechtigkeit ſeyn. Hingegen, wer die Ge-rechtigkeit, ja ſo gar ſeine Feinde liebet/der liebet ohne allen Zweifel ſein Vater-land ebenfalls. Unterdeſſen iſt zu einemChriſten nicht genug, daß er die Lehrendes Glaubens wiſſe, und ſich dazu beken-ne. Wenn man die Chriſten tadelt iAbſicht ihre Lehre veraͤchtlich zu machen.ſo ſchließet man ſehr ungeſchickt. Esniemand ein wahrhafftiger Chriſt, als nulin ſo ferne er ſeine Bruͤder liebet, wer dieſes nicht thut, der wird ſeines ſchoͤnelNahmens ohnerachtet, im Gerichte nicht

Job.. bleiben. Das Merkmabl wobey man desJuͤu-

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