Band 
Sechster Theil. Welcher dasjenige zu betrachten darstellet, was zum gesellschafftlichen Leben der Menschen gehöret.
Seite
28
JPEG-Download
 

28 Schau⸗Platz der Natur.

N 8 5 1 25 85„„e dleſe Ordnung eingefuͤhret, und wleder herſtand. geſtellet hat, indem ſie die ſtaͤrkeſte Ver-

mehrung des menſchlichen Geſchlechtes/und die groͤſſeſte Ruhe in der Haußhal-tung verſchaffet.

Man hat demerket, daß dle Zahl derKnaben und Maͤgdgens, die aus jeder Ehegezeuget werden, aller Orten einanderzimlich gleich ſeye. Nehmen gleich dieKriege, die Reiſen und die ſchwehre Ar-beit, eine gute Anzahl junger Manns⸗Per-ſonen fruͤhzeitig weg; ſo ſterben doch, wiees ſcheinet, von dem andern Geſchlechtenoch mehrere, theils wegen der ſchwachen

Leibes⸗Beſchaffenheit der Jungfern, theilswegen der geſaͤhrlichen Umſtaͤnde, welchen,die Frauen bey der Geburt, ingleichen beyVeränderung ihrer Milch un terworffen,ſind, im Falle ſie die Kinder durch fremdePerſonen ſtillen laſſen. Wir koͤnnen alſodie beederſeitige Zahl kecklich als gleich an-nehmen.

Geſetzt, es waͤren jetzo nicht mehr alshundert Junggeſellen, und eben ſo vieleJungfern in der Welt. Was bey dieſer klei-nen Zahl geſchehen muß, das wird bey demganzen menſchlichen Geſchlechte nicht we-niger gewiß ſeyn. Bey dem Verheyra-then junger Leute, kan man es entwederbey der erſten Einſetzung bewenden laſſen,oder man kan einem nachhero aufgekom-

menen