44 Schau⸗Platz der Natur.
Derckhe, Fortpflanzung des heilloſeſten Geſindels
ſtand. unter ihre Berufs⸗ Verrichtungen rechnen.
Dieſes Anmaſſen iſt nicht nur ungegruͤn-
0 det, ſondern auch ungerecht: Sie ſchreiben
ſich eine Ehre zu, die groͤſtentheils nicht ih-
nen, ſondern den viehlſchten, unbändigſten
und unvernuͤnfftigſten Auswuͤrflingen des
menſchlichen Geſchlechtes zukommet. Hier-
aus folget, die Geſellſchafft ſeye ihnen nicht
den geringſten Danck dafuͤr ſchuldig, daß
ſie ihre Ausſchweiffungen zur Ungebuͤhr
Welt⸗Weißheit nennen, weil ſie ſich gegen
eine Zuͤgel⸗loſe und unbeſonnene Auffuͤh-
rung niemahls zu einiger Dankbarkelt ver-
pflichtet haͤlt.
Die Erfahrung lehret, daß das beſte des
menſchlichen Geſchlechtes ſo wohl als das
Wort Gottes, und gleich als aus einem
Munde, keine andere als einfache und un-
zertrennliche Ehen verlange, well mit der
Feſtigkeie der Bande, auch zugleich die Nei-
gung einander ehrerbletig zu begegnen, in
allen Faͤllen beyzuſtehen ja uͤberhaupt die
Hochachtung/ die Freundſchafft, die Klug-
heit, die Ausuͤbung aller Tugenden, die
Zuverſicht und das Vertrauen wegfaͤllet
Wozu die worauf die Dauerhafftigkelt eines jedwe-Eigen, den Standes ſich gruͤndet.
des Man⸗ ſchaͤtzbare Folgen dieſer Vereinigung rich-
der grauen zie“ ſo erleichterte er die Erfülung ihres
heiffen? Pflichten durch den Unterſcheid der Eigen-ſchaff-
ſchaffen Weil Gott ſeine Abſicht auf die un
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