Vierte Unterredung. 67
.— aſtaffes Weſen folge. Daher weis ſie den Die Un-
qalterweiſungen ſolche deutliche Beyſpiele terrich-i e
i g derzuhaͤngen, und ihre Lehren mit ſo viel tun——Aae zu verknuͤpfen, daß alles na⸗Ninderlich.
0 herauskommet, bloß/ weil man ſichdemüͤhet dergleichen Muſter nachzuahmen.enn ſie mag dem Leibe ihres Sohnesbeer iber Tochter ein Geſchicke beyge-bracht haben, wie ſie will, ſo iſt ſie nichtzufrieden, woferne dieſe kuͤnſtiſche Artigkeit8 öſtudiret oder erzwungen ſcheinet, und
„vielmehr ganz frey ja gleichſamnachlaͤſſig ſcheine
k.ere mehr der Verſtand zum Vor-ſcheine kommet
iger iſt ſie bemuͤhet, ihnauf etwas beſſers, als au
ein bloſſes aͤuſ-ſerliches Anſehen zu leiten. Sie weis,daß die ſitſſame Art des letztern, gar offt
eine ſchoͤne Maske die zu welter nichts als
um Betruͤgen kauget, wenn die annehm-lache Geſtalt und aͤuſſerliche Bezeigen einerhefurcht gegen anderen, nicht mit einerahren Begierde ihre Freundſchafft zuwangen verknüpfet wird. Sie weis, dieahre Hoͤflichkeit ſey entweder im Her-en, oder gar nirgend vorhanden; aus demderzen breite ſie ſich uͤber alle Handlungendie g, Menſchen aus, und wenn die Hand,die Augen, die Zunge und der ganze Leib,gegen jemand das Zeugniß einer freund-E 2 chafft-