52 Schau⸗Platz der Natur.
Die Un⸗ Kinde taͤglich diejenige Verſuche vorneh“terrich men, wobey es die Tugend erweiſen kanuder. die man ihme bewzubringen wünſchet. Diei muͤtterliche Sorgfalt bemuͤhet ſich ohne
Unterlaß, wle ſie vor allen Dingen dieNeigung zur Gutthaͤtigkeit in dem Gemuͤ-the ihrer Kinder erwecken, und iaͤglich verſtaͤrken moͤge. In dieſer Abſicht werdenalle Aeuſſerungen aufrichtiger Freund“ſchafft, alles was ein gutes Gemuͤlh anzel-get, es mag die Gelegenheit dazu von ſelbſtgekommen, oder mit Fleiß veranlaſſet wor-den ſeyn, ſo wichtig, und mit ſo groſſemLobe belohnet, daß auch das haͤrteſte Her!nach und nach, die Vortreflichkeit dieſetTugend empfindet, und ſich auf die gultSeite lenket, wenn es auch nur des wegenware, damit es andern in diefem Stuckenichts nachgeben wolte. Es iſt unter deſ-ſen ſchon vieles, wenn man nur die Unbaͤndigkelt der Eigen⸗Liebe zaͤhmet, und dieſe dem menſchlichen Geſchlechte hoͤchſtſchaͤdliche Eigenſchafft, durch eine anderruhigere und ſtillere zuruck haͤlt. Statverdrleslicher Ermahnungen, welche nuuͤber das Herz wegfahren, und ſtatt delFurcht, welche es niemahls beſſert, we
unſere berſtaͤndige Mutter wechſel⸗ wel
tauſend anmuthige Mittel zu gebrauchen,und bey allen Vorfällen dasjenige ausl.ben zu laſſen, was eine Neigung zur 23 b
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