5⁰⁴ Schau⸗Platz der Natur.
entweder inne halten, oder nach der bishe-rigen Queer⸗Linie noch weiter, und in derfolgenden Fadenreihe arbeiten. So offt
eine Linie zu Ende, druͤcket er die Faden“Schlingen, woraus ſie beſtehet, nleder-
wärts, damit eine Linle deſto dichter auf
die andere zu liegen komme. Hiezu bedie-net er ſich eines eiſernen Kammes, deſſen
Zaͤhne in dem Zwiſchen⸗Naume der un“
uͤberſchlungenen Zettel⸗Faden ohne Hin,derniß Platz finden, und welcher uͤbrigenseine genugſame Schwehre hat, den Ein-
trag ſo vel als noͤthig abwaͤrts zu ruͤcken.
Damit aber eine ſolche Linie von Schleif-
fen ſich nicht ruͤcken koͤnne, ſondern alle undjede Schleiffen ſchnurgerade nebeneinan-
der bleiben, wird noch ein Zug von dop-pelten blauen Faden zwiſchen die Zettel-Fäden gebracht, der Kuünſtler greiffetnähmlich mit der Hand zwiſchen ſie, undziehet den beſagten Faden durch, ſo langeals die Linie iſt, die er verfertiget hat.Hierauf uͤbercreutzet er eben dieſelbigen Zet-tel⸗Faͤden, und ziehet noch einen, aber nureinfachen, blauen Faden durch. JederZug wird allemahl mit dem Kamme ab-waͤrts gedruͤcket und geſchoben. Es erhal-ten alſo dieſe blaue Queer⸗Zuͤge die ſchnur-gerade Nichtung einer jeden Linie, manbekommet ſie aber nur auf der unrechtenSeite zu ſehen, denn auf der voͤrdern 195
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