Vierte Unterredung. 135
ein Donner⸗Wetter dann ein Wieder-ſchall! Er ſcheinet ſich auf die Flucht zubegeben: Man hoͤret ihn nicht mehr:Allgemach kommet er wieder naͤher/ errollet er flleget, er klettert, er faͤlet, undſtehet wieder auf! er machet ſich von neu-em auf die Beine, er ſetzet ſeinen Wegſort und pfeiffet, qulnckullret, zwitſcherthupffet, gauckelt, und fladdert. Läͤſſet er diearmenden Melodien und das Vogel⸗Ge-rey fahren, das er ohne Unterlaß undrfache mit hinein miſchet, ſo liefert erdagegen die Stimmen von einem ganzenGe-
eee eee eeſeinem Unterricht vom Lauten, ſpielen er-zaͤhlet, es habe einſtens einer die Belag-gerung und den Entſatz von Wien auf derLaute componirt. Er war aber ſo vor-ſichtig geweſen, daß er allezeit dazu ſchrieb,
was dieſe oder jene Pallage bedeuten ſolte,
als zum Beyſpiele: Hier gehet das Ge-ſchuͤtze los! bier heulen die verwunde-ten! hier fliehen die Tuͤrcken; Hier reitet
der Koͤnig von Pohlen mit bloſſenDegen in der Fauſt ꝛc. DergleichenDinge ſind allerdings vor Spielwercke undQuackeleven zu achten. Unterdeſſen ſehe ichnicht, wie ſie der Herr Verfaſſer nacheiner angenommenen Meynung groß ta-
eln koͤnne. Denn er will, die Muſick
oll dem Verſtande etwas vorſtellen. Die-
s thut ſie ja, wenn ſie ihm das Zwit-
ern der Voͤgel, das Quaͤcken der Froͤſche,
uud dergleichen mehr, ſo natürlich vorſtel-
let, als es in ihrem Vermoͤgen ſtehet! u.
Gortſe-