Vierte Unterredung. 143
wit Luſt. Man läſſet ſſe ungerne aus der Fortſe-Hand. Auf gleiche Weiſe hat man nichts zung derals ein gutes natuͤrliches Gehoͤre noͤthig, Rüͤnſte.ſo merkt man eine entzuͤckende Anmuth inden Arfen des Lull(*) und Mondonville,wiewohl ſie auf elne ſehr verſchledene Artausgearbeltet ſind. Man ergoͤtzet ſichetzo an den luſtigen Melodien, wel-
e der Capellmeiſter bon Koͤnig Carl demein alen machte. Man findet noch immerein erhabenes Weſen in den vollſtimmigenGeſangen, die zur Zeit Koͤnig Ludwigs desHelligen emacht worden! Ste ſind ſeitſo vielen Jahren nicht ſchlechter worden,und ſie erzelgen noch immer die ehemahli-e Wuͤrkung an dem Ohre, es ſey dann,daß man ſie ohne Verſtand weg inge, undich wenig darum bekuͤmmere, ob man dleSaͤtze ſo etwas majeſtaͤtiſches, etwas lu-
ſtiges,— 0
—.—2—(09 ęulli kommet zum öffter vor, wie der ge-neigte Leſer ohne Zweifel bemerken wird.lle Franzoſen, wenn ſie von ihrer Muſickrechen, gedenken ſeiner. Er brachte dieſeunſt bey ihnen empor, und war mit einemorte der Carteſius von ihrer Compoſition.ie immerwaͤhrenden Lob⸗Spruͤche die ſiein geben, haben Mattheſon bewogen, inſeinem Orcheſtre zu ſagen:„Mit dem eini-„ en Lulli prahlen ſie(die Franzoſen) ohneAUnterlaß, ſie haben auch ſonſt wenig Gn;v 5 tes aufzuweisen.„ U.II. Theil.