146 Schau-⸗Platz der Natur.Elfer und Bemuͤhung loͤnnen leicht et-
tzung der was neues herfuͤrbringen, ſa auch etwasKüͤͤnſte⸗ auſſerordentliches, oder küͤnſtliches, wenn
man es alſo nennen will. Aber zwiſchendem kuͤnſtlichen und angenehmen iſt garofft ein Himmel⸗groſſer Unterſcheid. DieKunſt erreichet die Anmuth niemahls, wo-ferne ſie ſich nicht bemuͤhet jedermann zugefallen. i
An ſtat den Framzoͤſiſchen Geſchmackin der Muſick dem Itallaͤniſchen entgegenzu ſetzen, welche Redens⸗Arten nach demVorurtheile einiger Leute gewiſſer maſſenſchimpflich falen, wollen wir lieber jedeNation im Beſitze ihrer Gaben und ihreserworbenen Ruhmes laſſen. Man findetin der That ſowohl bey elner als bey derandern etwas vortreffliches. Demnachwollen wir lieber von zweyerley Manle-ren in der Muſick ſprechen, davon jedwedeihre Anhänger dies ⸗ und ſenſelts der Al-pen⸗Gebuͤrge hat. Eine fuͤhret ihre Me-lodie durch die Thone die jeder Kehle na-tuͤrlich ſind, und gebrauchet die gewoͤhnli-chen Accente einer menſchlichen Stimmewelche einem andern dasjenige zu verſte-hen geben will/ was ihr am Herzen lieget?Sie liebet nichts hartes, nichts gezwunge-nes/ ſie iſt beynahe ohne alle Kunſt. Die,
Singende ſe wollen wir die ſingende Manier nen,
Manier. nen. Die andere will durch die Kache