Vierte Unterredung. 155ge ich, folgende Worte zu ſeinem Texte
Fortſe-waͤhlen, 155 7Mit Sanct Paul hin eZum Mogol fliehn!
und er kan ſie als eine elnſtimmige Arle,als ein Duett, oder gar vollſtimmig als ei-ne Fuge, und ſo weitlaͤufftig ausarbeitenals er immer will. NWas dleſen Punct betrifft/ ſo moͤch-ten einige dafür halten, es ſeye etwas ſehrunuͤberlegtes, einem Componiſten dieFreyheit zu geben, daß er weder A nochkennen duͤrfe. Es iſt auch wuͤrklichnicht zum Beſten. Weil man aber dochaus zweyen Ubeln eines waͤhlen muß, ſoiſt es beſſer einen ſchlechten Text zu neh-men, als einen der Aergerniß ſtifftet.Ehrliche/ und um das gemeine Beſte ei-fernde Herzen/ werden lieber gar nlemahlsſingen, oder etwas ſingen hoͤren, daran ſienicht das geringſte begreiffen, als zu ſe-hen, daß die beſten Kuͤnſtler ihre Geſchick-lichkeit übel anwenden, und den Zuho-rern die Grund⸗Saͤtze eines ruchloſenWandels einpflanzen, wodurch die Ruheer Famillen, ja der menſchlichen Geſell-böanf, zu Grunde gerichtet wird. Es5 übe demnach die ſchallende Muſick! ſielene zur Ergoͤtzlichkelt! ſie wachſe undgedeyhe! well ſie dem Gemuͤthe eben ſoWe-