Vierte Unterredung. 17
ten, von der Geſellſchfft beobachtet/ und 2
von den Mahlern beleidiget wird.„ Der Unterſcheid zwiſchen der Be-leldigung die ſie der Erbarkeſt durch na-endes herumlauffen thun wuͤrden, unddwiſchen derjenigen, die ſie ihr durch all-du entbloͤſſete Figuren zufügen, iſt dieſer:n dem erſten Falle wuͤrde man ſagenzehet da lauffen unſinnige Leute! Inem andern Falle kan man mit Rechteagen dieſe Leute moͤchten gerne die Un-derſchaͤmhelt uberall einfuͤhren, weil ſieavon ernaͤbren. Nun iſt einarr noch eher zu dulten, als ein Ver-nichter guter Sitten. Demnach iſt der-lenige, welcher nackende Figuren mahletoder verkauffet, tauſendmahl verhaſſeterund veraͤchtlicher, als derjenige, welcherohnbekleidet auf die Straſſe gehet. Eingeringes Nachdencken kan uns volllguber fuͤhren, ein Mahler der ohne Kleiderderum lieffe, koͤnne weniger im Kopfeverruͤcket ſeyn, als einer der ſeine Ge-blde ohne Kleider laſſet. Wirhaben bemerket, die Muſick ſey eineSta e, und die Mahlerkunſt eineTir t. Der Klang wird zu keinem9 akte, wenn er nicht deutlich vorge-lad' und von einer Bedeutung be-blen Vor ſich alleine kan ererdrͤßlich fallen, aber kein Unheil ſeff-f ten.
Fortſe-zung derBuͤnſte.