Band 
Siebender Theil. Welcher einige der vortreflichsten Künste, die Handlung, das Reisen, und die Einrichtung eines Landes betrachtet.
Seite
211
JPEG-Download
 

Fuͤnfte Unterredung. 211

nicht leſen koͤnnen: Unſere Vorfahren ſa⸗ Zweytegen uns unzaͤhlig viele Sachen, unterdeſ⸗ aelen ſcheinet es, wir moͤchten ſie nicht hoͤren. V eNichtsdeſtoweniger ereignen ſich haufigealle, da ein Irrthum oder Mißverſtandgewaltige Folgen hat, und da wir uns aufdie Geſchicklichkeit und Treue fremder Leu-te berlaſſen muͤſſen, weil wir uns ſelbſt nicheelffen koͤnnen. 5Die Gruͤnde der Schreibe⸗Kunſt, Schreibesſind jedwedem Menſchen faßlich. Es iſt Kunſt.ſicht nöͤthig gleich Anfangs ganze Buch-ſtaben zu mahlen; Man verfähret weitf erer und geſchwinder, woferne man ſichnfaͤnglich einige Monathe lang uͤbet, dieſtal den Srundſtriche woraus ale Buch-en zuſamm geſetzet werden, wohl zutreffen. Übrigens kan man ſich entwedereine zierliche oder mittelmaͤſſige Schrifftugewoͤhnen. Zu der zierlichen wird einales Geſchſcke, und eine groſſe Beugſam-. der Finger⸗Gelenke erfordert. Died uchſtaben gerathen wohl, wenn die Fe-er gut geſchnitten iſt, und wenn man ſienischer zu halten weis. Sobald mander die Hand und dle Finger an die Zugegew aadſteſche gewoͤhnek hat ſo iſt allesbiß dernen Nach einer Übung von zweywunde) Monathen, muß man ſich ſelbſthne en daß die Hand alle Buchſtabenge Beſchwehrlichkeit ziehen kan. Un-O 3 ter-