Sechſte Unterredung. 217ne andere im Schwange gieng. Allein
indem die Franken Latein lerneten, ſo rich-
teten ſie ſich nach demjenigen, welches derdemeine Galller verſtande, ohne ſich großarum zu bekuͤmmern, ob es regelmaͤſſtgwar oder nicht. Sie waren groͤſtentheilsLeleges⸗geute, und machten zu jener Zelton der Gelehrſamkeit wenig Weſens.uf dieſe Weiſe entſtande allmähllgdie Franzöſiſche Sprache, oder eln gebro-cheneg Latein, welches bereits unter un-ſern Koͤnigen vom erſten Geſchlechte imSc wange gieng. Man nennete es Ser-udo Romanus, um es bon der Fraͤnkiſchenſder Teutſchen Sprache zu unterſchelden,didtelchen von der Gothlſchen, Burgun-
AlteFranzoͤ-
ſiſcheSprache.
SermoRomanus.
en, und Britanniſchen, welche letztere
on Britanniern, die ſich vor den Sach-
en aus ihrem Vaterlande nach Galſenflächteten, in der am weiteſten gegen Abendrel genen Gegend dieſes Landes eingefüh-10 wurde. Gar offt geſchahe es, daßwan den Vocal aus der letzten Sylbeendeten. 5— 15 0 1ag: ergeſtalt ſchriebe man San
1 pres ohne N05 u in die letzte Sylbe
en. Man ſagte Sants Eſpirits,
Ole wie 83n den alten Formeln des Glau-—. känntniſſes noch zu ſehen. AufSpea. Weiſe nennete man die gemeineprache derm romang. Zuletzt ließ man3 das