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Siebender Theil. Welcher einige der vortreflichsten Künste, die Handlung, das Reisen, und die Einrichtung eines Landes betrachtet.
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AlteFranzoͤ-ſiſcheSprache.

Franken,lerneten

die Land-Sprache.

216 Schau⸗Platz der Natur.

Mann beobachtete die Reinigkeit des La-teines ſehr ſchlecht. Er drehete die Re-dens⸗ Arten nach der Eigenſchafft ſeinetalten Galliſchen, oder ſeiner Provinzial-Sprache; Er miſchte allerley fremdeWörter mit darunter, die er von den Auslaͤndern hoͤrete, welche ſich entweder inGallien niederlleſſen, oder ſonſt einen un-verlangten Beſuch abſtatteten; oder erbeobachtete gleich dieſen Auslaͤndern dieWortbeugungen und andere Regeln derSprach⸗Lehre nicht; oder, er ſprach dleLateiniſche Worte alſo aus, daß ſie einganz fremdes Anſißzen gewannen. Dergleichen ſind folgende Worte, welche manöffters geradbrechet antrifft, wenn manſie alſo ſchrieb wie man ſie ausſprach:omnebs, ſtatt omnibus, uns vor unus, bonsvor bonus, prevoire oder prevère vor Pres-byter, aorums, vor adoremus, Romans vorRomanus, u. ſ. w.

Als die Franken Gallien bezwungenund ſich darlnn niedergelaſſen hatten, ver-lerneten ſie endlich ihre ehemahlige teut-ſche Sprache. Sie wurde beynahe nir-gend geredet als an dem Hofe der Fraͤnkl-ſchen Koͤnige/ weil ſie aus teutſchein Ge-bluͤte waren, und weil man dieſe Sprachein den Reglerungs⸗Angelegenheiten Ihreram Rheine gelegenen Lande nothwendigerWeile gebrauchen muſte, als woſelbſt 115