Alte
Franzo-
ſiſche
221 Schau Plat; der Natur.
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Schrifft und Sprache vom XVI.ö und XV. Jahrhundert.
Se J. Die Urkunden,, welche mit ſoge-Schriften. nannten Gothiſchen Buchſtaben ge-
ſchrieben ſind, die man aber vielmehr teut-ſche() nennen ſolte, ſind gleich denen vom16. Jahrhundert in groſſer Menge vor-handen und kommen uns ſo offt vor dasGeſichtef daß es uͤberfluͤſſig genug iſt, wennwir ein paar Beyſpiele davon hieher ſe-tzen. Der Buchſtabe, zumahl der groſſe/welcher ſich an den Aufſchrifften findet, iſtzwar ganz regelmaͤſſig/ indem er meiſt ebenalſo beſchaffen iſt, wie er werden muß,wenn man die Feder gut ſchneldet, und guthaͤlt. Alleine weil man die ſtarken undſchwa-chen Striche ohne vermiſchte gelaſſen hat/die ſie mit elner angenehmen Rundung all-gemach aneinander haͤngen ſolten, ſo zei-gen dieſe Buchſtaben dermaſſen vieleWinkel, Spitzen und Hgacken, daß mannicht begreiffet, wie ſie ſich der Aufſchriff-ten und der meiſten Druckereyen von derMitte des funfzehenden Jabrbundertel
———ͤ——— 4——(*) Der Herr Verfaſſer meynet die alſo getnannte Moͤnchsſchrifft. Gleichwie die Druckerey in Teutſchland erfunden worden, alſohat man daſelbſt auch zuerſt zierliche Dru-ckerſchrifften erfunden, worunter ſich inſon-derheit die ſogenannte Schwabacher her-für that, als welche rundlichter fiele.