Anhang. 561
Nach dieſem leget man die Kruͤcke aufdas elſerne Geſtelle in das Ofenloch, damltdas Ende vom Glaſe anfange zu gluͤhen/und der Meiſter es mit der Scheere oͤffnenkoͤnne, glelchwie er das andere Ende bereitsaufgeſchnitten hat, wobey der Handlangerden Glas⸗Cylinder auf dem Schemel be-ſchriebener maſſen hält.
Hierauf kommel die Kruͤcke zum letztenmahle auf das elſerne Geſtelle, um dasGlas gluͤhend zu machen, und zum Durch-ſchnitte zu bereſten, welcher vor dieſesmahlvollig, und auf die vorige Welſe geſchiehet.Nur giebt maß Achtung, daß beede Schnit-te eine gerade Linie miteinander machen.
Zu gleicher Zeit kommet der Geſellewelcher bey dem Kühl⸗Ofen ſtehet, mit ei-ner eiſernen Schaufel, die ohne den Stieldritthalb Schuhe lang und zwey breit iſt,auch an beeden Seiten und am Stiele ei-nen kleinen Rand hat. Auf dieſe Schau-fel leget man das Glas, und drucket es miteinem kleinen anderthalb Schuh langenStocke etwas platt, alſo daß der Schnittaufwaͤrts oder gegen den Himmel ſiehet.
Hernach machet man das Glas von derKruͤcke los, indem man etllchemahl mit einem Meiſſel ſachte zwiſchen beede ſtoͤſſet.odann traget man das Glas auf derSchaufel in den Kuͤhl⸗ Ofen, und laͤſſet eswohl durchgluͤhen, nimmet herauf einElſenNun 2 zur
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