Band 
Achter Theil. Worinnen der Mensch in Gesellschaft mit Gott betrachtet wird.
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30 Schau⸗Platz der Natur.

bet Moſes bey der Geſchichte ſeines Vol-ckes. Vor Erfindung der Schrelbekunſtbediente man ſich der Bildſchrifft, und ge-wiſſer Zeichen, wobey man ſich eines Nah-mens oder einer Sache errinnerte. DieBlldſchrifften der Chaldaͤer und Egypterſind alter als Moſes. Daher konnte mandurch ihre Hülfe das Hauptweſen der al-ten Geſchichte in Ermangelung unſererSchrelbart gar wohl retten. Die Ameri-caner bedieneten ſich ehemahls eines zim-lich aͤhnlichen Huͤlfsmittels, um die Bege-benheiten einiger Jahrhunderte nicht zu ver-geßen. An einem Orte gebrauchten ſieeine Reihe gemahlte Bil der dazu, anders-wo gewiſſe Büſchelgen Schnuͤre, woranin gewiſſer Oednung Knoten geknuͤpfet wa-ren, denen man eine Bedeutung depgele-get hatte. Ja man gebrauchte vor Zeitennoch einen andern Vortheil. Aus Home-ro, ingleichen aus der uralten und bey denArablern noch jetzo ublichen Gewohnheltiſt zu erſehen, daß die erſten Menſchen nie-mahls eine Perſon erwaͤhnten, ohne ihr zu-gleich einen Beynahmen beyzulegen, wel-cher das Vaterland derſelbigen, ihr Ge-ſchlecht oder eine ihr beſondere Eigenſchafftbeſchrieb. Man ſagte, der ſchnelle Achil-les des Pelei Sohn; Ulyßes des LaertesSohn, Joſua der Sohn Nun; Jerobe-am der Sohn Nabat, der Iſrael ſuͤndigen. machte.

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