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Achter Theil. 99
wollen, ſie haͤtten alles mit Augen geſehen,und ſich zu Cairo aufgehalten. Ihre Na-kurlehre trifft mit den Begebenheiten ebenſo wenig zu, als die Gelehrſamkeit Homert.
So bald er ſich aus dem Bezirke des Aegei-
ſchen Meeres, und der anliegenden Kuͤ-ſten waget, werden ſeine Beſchreibungenzu einer bloſſen Einoldung. Er weis nichtmehr wie die Welt beſchaffen iſt. SeineLandbeſchreibungen ſind ganz unverſtaͤnd-lich. Titus Livius, der ſcharfdenkende Li-vius, der zu Padua am Fuße der Alpen ge-bohren war, weis weder dle Lage noch denNamen eines ſehr bekannten Flußes, derauf der andern Seite des Gebuͤrges rinnet;denn da er den Zug des Hannibals beſchrel-bet, vermiſchet er die Iſer, ſo durch dasLand der Alobroger floſſe, mit der Durance,welche welt tiefer unten in die Rhone faͤllet.Quintus Curtius, der eine gute Erziehunggehabt haben mag, wie man aus ſeinerſchoͤnen Schreibart, und ſeiner uͤbrigenWiſſenſchafft ſchlieſſen kan, macht das gau-ze Land zwiſchen der Kuͤſte von Trapezunt
oder dem ſchwarzen Meere, und der Cilici-
ſchen/ oder Caramaniſchen, zu einer ſchmah-len Erdzunge: Er verwandelt demnach einStuͤcke Land in nichts, das damahls ſo be-kannt war, und in der That über hundertMeilen betraͤgt. Ich koͤnnte noch gar
manchen Verſtoß anfuͤhren, woruͤber man
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